Ob im Altbau oder im Neubau – oft haben Baustoffe, Installationen oder industriell vorgefertigte Bauteile aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung, Wirkungsweise oder durch Baumängel einen störenden oder schlimmstenfalls gesundheitsschädlichen Einfluß auf den menschlichen Organismus. Hier kann nur qualifizierte Ursachenforschung weiterhelfen, und die Betroffenen sollten einen Fachmann beauftragen, der mit baubiologischer Meßtechnik Schimmelpilzsporen, Bakterien, elektrischen Feldern, Schall, chemischen Ausgasungen, Giften, Schadstoffen im Trinkwasser, Feinstaub oder einem Zuviel an Feuchtigkeit auf den Grund geht. Dazu führt der Baubiologe Messungen vor Ort mit sorgfältig justierten Geräten durch oder entnimmt dem verdächtigen Material Proben zur Analyse im Labor. Messungen müssen so erfolgen, daß die ermittelten Ergebnisse unter gleichen Voraussetzungen reproduzierbar sind und auch durch andere Sachverständige nachvollzogen werden können. Um menschliche oder technische Meßfehler zu minimieren und auszuschließen, nehmen Baubiologen an regelmäßigen Weiterbildungen teil und unterziehen sich und ihre baubiologische Meßtechnik sogenannten Ringversuchen im Rahmen ihres Berufsverbandes. Hierbei überprüfen und verbessern sie die Handhabung und Justierung ihrer Geräte ständig, damit Meßergebnisse für den jeweiligen Einzelfall auch repräsentativ sind und bei Verwendung unterschiedlicher Gerätemarken nicht differieren würden.

Letztendlich wird der Auftraggeber nicht mit den Ergebnissen einer baubiologischen Messung alleingelassen. Er enthält eine solide Sanierungsempfehlung zur nachhaltigen Beseitigung der schädlichen Einflüsse. Einer solchen Empfehlung liegen keine willkürlichen Maßstäbe des Baubiologen zugrunde, sie orientiert sich unter anderem am Standard der baubiologischen Messtechnik SBM 2008 und an Empfehlungen des Umweltbundesamtes.